21.02.2018 - ISB-Info Nr. 19, Geschädigteninformation

Werte Klienten

Wie Sie wissen, haben wir in den Angelegenheiten „ISB“ zahlreiche Aktivitäten gesetzt.

Sie bestanden in:

  • Einbringen einer Strafanzeige samt Privatbeteiligtenanschluss.
  • Anfechtung der Vermögensverschiebungen, welche Wohlwend getätigt hat.
  • Geltendmachung allfälliger Ansprüche gegen die Haftpflichtversicherung von Wohlwend.
  • Unterstützung der anderen Anwälte, welche in dieser Angelegenheit tätig waren, sowie Kooperation mit diesen. Insbesondere wurden Anfechtungsprozesse und ein Versicherungsdeckungsprozess geführt.
  • Versuch, das verschwundene Vermögen aufzuspüren.
  • Führung zahlreicher Verfahren (ca. 50 Rechtsschutzdeckungsprozesse).

Alle Bemühungen der kooperierenden Anwälte, aber auch unsere Bemühungen sind bedauerlicherweise fehlgeschlagen. Die Gelder sind verschwunden. Die Vermögungsverschiebungen von Herrn Wohlwend wurden rechtlich so geschickt gemacht, dass man dagegen nicht ankommt.

Die Haftpflichtversicherer sind wegen bewussten Verstoßes von Wohlwend leistungsfrei. Selbst der Konkursmasse, welche doch einige Vermögenswerte hatte, ist mittlerweile das Geld ausgegangen. Damit hat der Masseverwalter auch zu prozessieren aufgehört.

Zu unserem Bedauern müssen wir anführen, dass Sie hier wohl einer der größten regionalen Betrügereien aufgesessen sind. So wie wir die Angelegenheit sehen, wurde alles vom damals dominanten Dobler, welcher den Freitod gewählt hat, inszeniert. Es gehörte zu seiner Strategie, dass er die Personen, welche beim Verkauf des Produktes „ISB“ beteiligt waren, nicht oder falsch informierte.

Weiters gehörte es zu seiner Praxis, dass Wertstandsnachrichten falsch gedruckt wurden. Letztlich drängt sich die Vermutung auf, dass sich auch Dobler hart verspekuliert hat, bzw. betrogen wurde.

Die Angelegenheit ist nicht nur Ihnen, sondern auch dem Prozessfinanzierer sehr teuer zu stehen gekommen. Bis zum heutigen Tag musste der Prozessfinanzierer CHF 189.417,12 an eigenen und gegnerischen Kosten bezahlen.

Aus unserer Sicht sehen wir keine weitere Möglichkeit, hier etwas für Sie vorzukehren. Wir bedauern dies überaus. Es kann von Glück gesprochen werden, dass Sie kein eigenes Geld in die Hand genommen haben, sondern das Risiko auf den Prozessfinanzierer überwälzten.

Da auch wir gegenüber dem Prozessfinanzierer sehr gravierende Honorarnachlässe einräumen müssen, bitten wir um Verständnis, dass wir zukünftig einzelne Fragen, sofern kein besonderer Bedarf bescheinigt ist, nicht mehr beantworten können. Bitte betrachten Sie das Vollmachtsverhältnis als aufgelöst. Nochmals bedauern wir den Ausgang. Alle Anwälte, welche hier etwas vorzukehren versuchten, sind jedoch mit ihren Bemühungen gescheitert und mit ihrem Latein am Ende.

v 1231/09 sj, 21.02.2018