MAN­DAN­TEN­IN­FOR­MA­TI­ON LEBENS­VERSICHERUNG 


Febru­ar 2019

MAN­DAN­TEN­IN­FOR­MA­TI­ON LEBENS­VERSICHERUNG

 
Febru­ar 2019

SEHR GEEHR­TE MAN­DANT­SCHAFT

 

Wir haben in Öster­reich meh­re­re Tau­send und in Liech­ten­stein meh­re­re Hun­dert Lebens­ver­si­che­run­gen ange­foch­ten. Bei den füh­ren­den Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten in Öster­reich (Uni­qa, Wie­ner Städ­ti­sche, Gene­ra­li, Donau) sind je Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft zwi­schen 500 und 700 Ver­trä­ge betrof­fen. 

In Liech­ten­stein betref­fen die Ver­trä­ge die Vien­na-Life Insuran­ce AG,
die Swiss Life AG, die Pris­ma­Li­fe AG, die Liech­ten­stein Life Assuran­ce und wei­te­re, klei­ne­re Lebens­ver­si­che­run­gen.

Erwar­tungs­ge­mäß weh­ren sich sämt­liche Lebens­ver­si­che­rer, den von uns aus­ge­spro­che­nen Rück­tritt und die Anfech­tung anzu­er­ken­nen. Eini­ge Lebens­ver­si­che­rer erdreis­ten sich sogar, die Gül­tig­keit von Voll­mach­ten zu bestrei­ten, obwohl sie bei ihren Kun­den jeder­zeit nach­fra­gen könn­ten, ob wir beauf­tragt wurden.

Soll­ten die Lebens­ver­si­che­rer die Ansprü­che aus dem Rück­tritt, bzw. der Anfech­tung bezah­len müs­sen, belau­fen sich die Scha­dens­sum­men in einem mitt­le­ren, zwei­stel­li­gen Euro-Mil­lio­nen­be­trag. Dar­aus wird klar, dass die Versicherungen selbst­ver­ständ­lich nichts „frei­wil­lig“ zah­len.

Wir gehen davon aus, dass die von uns ver­tre­te­nen Man­dan­ten vom Ver­fah­ren, wel­ches vor dem EuGH wegen der Zuläs­sig­keit des Rück­trit­tes behängt, wis­sen.

Wenn der­zeit Kla­gen ein­ge­bracht werden, wird das Ver­fah­ren im Regel­fall bis zum Vor­lie­gen der EuGH-Ent­schei­dung unter­bro­chen. Eine der­zei­ti­ge Klags­füh­rung, wel­che sich auf den Rück­tritt man­gels Beleh­rung stützt, führt daher vor­erst nicht zum Erfolg, weil die Ver­fah­ren sozu­sa­gen „auf Eis gelegt“ werden. 

Wie bereits mit­ge­teilt, machen wir für unse­re Man­dan­ten aber auch Ansprü­che gel­tend, wel­che nicht mit der man­gel­haf­ten Beleh­rung und dem Rück­tritt in Zusam­men­hang ste­hen.

Wir behaup­ten, dass die Lebens­ver­si­che­rer bereits beim Ver­kauf der fonds­ge­bun­de­nen Lebens­ver­si­che­run­gen genau gewusst haben, wie chan­cen­los ihr Pro­dukt ist.

Nach unse­rer Ansicht war von Anfang an klar, dass die Ren­di­te­ver­spre­chun­gen selbst bei stark stei­gen­den Akti­en­kur­sen nicht ein­ge­hal­ten werden konn­ten. Die Ursa­che liegt dar­in, dass bei fonds­ge­bun­de­nen Lebens­ver­si­che­run­gen ver­schie­dens­te Stel­len von der Prä­mie beträcht­li­che Tei­le abge­zweigt haben. Auf­grund der hohen Kos­ten, wel­che zu einem beträcht­li­chen Teil vor­ne­weg ver­ein­nahmt wurden, hat­te das Pro­dukt keine Chan­ce, einen Ertrag, geschwei­ge denn die Geld­wert­ver­dün­nung (Infla­ti­on), zu erwirt­schaf­ten.

Der Ver­lust bei fonds­ge­bun­de­nen Lebens­ver­si­che­run­gen war daher vor­pro­gram­miert. Des­halb sind die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten unse­res Erach­tens scha­den­er­satz­pflich­tig.

Wir gehen davon aus, dass wir Mit­te des Jah­res vom Fort­gang berich­ten kön­nen. Bit­te infor­mie­ren Sie sich wei­ter­hin auf unse­rer Web­site.

Dr. Hans-Jörg Vogl

 (v 588/15 da, KI, 01.02.2019)