Streit um Inva­li­di­täts­grad:
Kanz­lei Vogl klagt erfolg­reich

August 2019

 

 

Ein Mann erlei­det im Som­mer 2011 schwe­re Ver­let­zun­gen bei einem Sturz aus zehn Metern Höhe. Aus einem schwe­ren Schä­del-Hirn-Trau­ma resul­tiert ein mit­tel­gra­di­ges orga­ni­sches Psy­cho­syn­drom (OPS), was sich in einer Merk- und Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che sowie Stim­mungs­de­fi­zi­ten äußert. Der Ver­letz­te ist voll­stän­dig arbeits­un­fä­hig und bezieht eine beschei­de­ne Berufs­un­fä­hig­keits-Pen­si­on.

Die Unfall­ver­si­che­rung über­weist dem Mann zunächst 50.000 Euro. In der End­ab­rech­nung erkennt sie ihm aber ledig­lich einen Anspruch von 18.750 Euro bzw. eine Inva­li­di­tät von 12,5 Pro­zent an. Da laut Ver­si­che­rung kein dau­er­haf­tes OPS bestün­de, kün­digt sie eine Rück­for­de­rung von 31.250 Euro an.

 

Die Kanz­lei Vogl zieht gegen die Ver­si­che­rung vor Gericht

Dage­gen möch­te sich der Geschä­dig­te weh­ren. Er wen­det sich an die Kanz­lei Vogl. Nach drei Ver­fah­rens­gän­gen und einer Pro­zess­dau­er von rund fünf Jah­ren wird rechts­kräf­tig eine Unfall­in­va­li­di­tät von 59,75 Pro­zent fest­ge­stellt. Der Gesamt­an­spruch beträgt 268.875 Euro.

Die Unfall­ver­si­che­rung hat neben dem Kapi­tal­be­trag von 218.875 Euro eine Zins­zah­lung von mehr als 35.000 Euro zu leis­ten und trägt die Kos­ten des Klä­gers. Durch die erfolg­rei­che Pro­zess­füh­rung unse­rer Kanz­lei hat die Ver­si­che­rung eine Zah­lung von weit mehr als 350.000 Euro zu leis­ten, zuzüg­lich der Anwalts­kos­ten ihres Rechts­ver­tre­ters – schät­zungs­wei­se min­des­tens 30.000 Euro.

Der Geschä­dig­te konn­te sei­ne Behand­lungs­kos­ten so ohne finan­zi­el­le Nöte tra­gen und sei­nen Ein­kom­mens­ver­lust aus der Berufs­un­fä­hig­keit wirt­schaft­lich auf­fan­gen.